Gerne
geben wir Ihnen ein paar Tipps,
wo und wie Sie Lanzarote besonders schön oder eindrucksvoll erleben können.
Dabei verzichten wir bewußt auf die Erwähnung der "offiziellen"
Sehenswürdigkeiten, an diesen werden (und sollten) Sie ohnehin nicht vorbeikommen.
Die Anregungen ergeben sich aus unserem eigenen, subjektiven Blickwinkel, es
handelt sich dabei nicht um anspruchsvolle Unternehmungen. Ein geführter
Fussmarsch durch den Nationalpark, eine große Radtour im Norden oder ein
organisierter Wanderurlaub haben unbestritten eine andere Qualität. Dafür
sind unsere Vorschläge auch in einem kurzen Urlaub und mit wenig Aufwand
umsetzbar - ein Leihwagen wird allerdings in den meisten Fällen benötigt.
Lanzarote
ist die nordöstlichste der sieben Kanareninseln. Sie hat eine Fläche
von 846 qkm und ca. 95.000 Einwohner. Geographisch liegen die Kanarischen Inseln
bei Afrika, sie gehören jedoch zu Spanien und damit auch zu Europa. Amtssprache
ist Spanisch, die gültige Währung der Euro. Arrecife ist die
Hauptstadt von Lanzarote, der Flughafen Guasimeta liegt in Playa Honda,
einem Vorort von Arrecife. Die Flugzeit von Deutschland dauert etwa 4
- 5 Stunden, mehrere deutsche Charterlinien fliegen die Insel direkt an.
Lanzarote ist - wie die anderen Kanareninseln - vulkanischen Ursprungs, vor
allem der südliche Teil wurde geprägt von den jüngsten Ausbrüchen
im 18. und 19. Jahrhundert. Der große Nationalpark Timanfaya bietet
ein bizarres, unwirkliches Landschaftsbild, mit Vulkanen und Kratern in allen
Formen und Farbschattierungen. Dort ist die Erde dicht unter der Oberfläche
immer noch heiß. Im Norden ist es grüner; Palmen, Kakteen und andere
subtropische Pflanzen mildern den kargen Eindruck, der typisch für die
Insel ist. Auch die Fauna ist nicht sehr vielfältig, die auffälligsten
Wildtiere sind Geckos und Eidechsen, sowie einige Vogelarten. Wirklich tierreich
sind die Gewässer der Kanaren. Sehr angenehm: Auf den Inseln leben weder
Schlangen, noch giftige Insekten oder Spinnen.
Mehr Informationen, auch über die bewegte und sehr interessante Geschichte
der Insel, gibt es in Reiseführern oder auf umfangreicheren Webseiten (Links).
Zauberhafte Momente auf Lanzarote: Unsere besonderen Empfehlungen
Wenn
das Meer an der Westküste bei Faro-Park in Aufruhr ist, wenn dort
eine kräftige Brandung an die Küste schlägt, dann fahren Sie
die paar Kilometer zum Janubio-Strand, unserem absoluten Lieblingsplatz.
Gehen Sie keinesfalls ins Wasser, das ist lebensgefährlich. Setzen Sie
sich einfach ans Ufer und genießen Sie das Schauspiel: Tiefschwarzer Sand,
das Meer türkisblau und dazwischen schäumt die weiße
Gischt - passen Sie auf, der Anblick macht süchtig!
Nehmen
Sie sich die Zeit für einen
Spaziergang durch die Gassen von Teguise - wann immer Sie wollen, doch
bloß nicht während des sonntäglichen Marktes. Atmen Sie die
Ruhe und die Einfachheit der früheren Hauptstadt, erwidern Sie den Gruß
der meist älteren Einwohner und verlieren Sie ein paar Gedanken über
die bescheidene Lebensweise dieser Menschen.
Fahren
Sie kurz vor Sonnenuntergang in die Bucht von El Golfo, die Reisebusse
sind dann längst fort. Parken Sie das Auto am südlichen Ende des Strandes,
laufen Sie hinunter und betrachten Sie dabei die Felsformationen rechts des
Weges. Besonders zu dieser Tageszeit sind die Farben der Gesteinsschichten einfach
unglaublich. In der Bucht angekommen geniessen Sie den Anblick, den das Meer
und der große Felsen im Wasser im Licht der untergehenden Sonne Ihnen
bieten. Anschließend essen Sie im Ort frischen Fisch und verzeihen dem
Wirt die atemberaubende Rechnung (oder Sie bestellen eine Tortilla, die ist
hier nicht teurer als anderswo).

Wunderschön
ist ein Picknick oberhalb von Haria, etwas abseits der Straße von
Teguise über Los Valles ins "Tal der tausend
Palmen". Im Winterhalbjahr sitzen Sie mit etwas Glück zwischen Blumen
und grünen Kräutern und schauen in die palmenbewachsene Oase hinunter.
Erliegen Sie nicht der Versuchung, ununterbrochen zu fotografieren. Legen Sie
nach drei, vier Aufnahmen die Kamera beiseite und genießen Sie das Fehlen
jeder Hektik und die Harmonie dieser Landschaft.
Wer's
mag, kann - im Sand sitzend - die landenden Flieger direkt über sich hinweg
donnern lassen. Von der Playa Matagorda in Puerto del Carmen führt
die neu angelegte Strandpromenade am Flughafengelände vorbei nach Playa
Honda. Wenn Sie sich zwischen dem Zaun und dem Landefeuer befinden, sind
die einfliegenden Maschinen zum Greifen nahe. Schaurig schön - aber bitte
erst mal die Ohren zuhalten!
Machen
Sie an einem klaren Tag einen Abstecher nach Femès und bestaunen
Sie den Blick nach Playa Blanca, über's Meer, bis nach Fuerteventura.
Und trinken Sie in einem der kleinen Lokale wenigstens einen Kaffee, damit Sie
im Ort nicht nur Autoabgase zurücklassen ;-)
Arrieta,
im Norden der Insel, hat nicht nur urige, preiswerte Lokale. Bei Wellengang
- und der herrscht hier recht oft - können Sie am Garita-Strand Surfer
beobachten. Gönnen sie sich ein Eis vom Kiosk, setzen Sie sich auf die
Mauer und wetten Sie, welcher der jungen Wellenreiter es schafft, auf dem Brett
stehen zu bleiben. Sie können sich natürlich auch selbst in die Brandung
stürzen. Oder Sie spazieren trockenen Fusses auf's Meer hinaus - auf dem
langen, hohen Holzsteg.
Der
lebhafte Gegensatz zur ländlichen Idylle ist die Hauptstadt Arrecife.
Sehen Sie sich die kleine Metropole von oben an. Im einzigen Hochhaus der Insel
- es steht direkt am Stadtstrand - befindet sich neben dem vornehmen Restaurant
auch ein Bistro. Dort ist es gar nicht teuer, man wird sehr nett bedient und
der Ausblick ist wirklich toll.



La
Graciosa - ein Erlebnis. Sie müssen einen ganzen Tag einplanen, aber
es lohnt sich. Starten Sie früh morgens, um in Orzola mit der kleinen Fähre
überzusetzen. Nehmen Sie viel Trinkwasser und ausreichend Sonnenschutz
mit. Sparen Sie auf La Graciosa das teure Geld für einen Jeep! Laufen Sie
quer über die Insel, doch bleiben Sie ab und zu stehen und sehen Sie zurück
zum gewaltigen Bergmassiv der Mutterinsel. Der Weg ist nicht beschwerlich und
irgendwann taucht vor Ihnen der Atlantik mit den weiteren, kleinen Inselchen
auf. Wandern Sie bis zur Playa de las Conchas und erholen Sie sich im
weißen, weichen Sand. Auch wenn's schwer fällt, machen Sie sich bitte
rechtzeitig auf den Rückweg.
Man
könnte diese Liste immer weiter fortsetzen. Ein langer Strandlauf mit viel
Gegenwind an der Playa de Famara, der Vogelblick vom Plateau der Ermita
de las Nieves, ein Einkaufsbummel durch faszinierende Kramläden in
Arrecife, eine Wanderung über die endlose Uferpromenade in Playa
Blanca vom Leuchtturm Pechiguera bis zu den Papagayos, die
einsame Playa de la Canteria bei Orzola mit den Drachenfliegern
hoch über der Felswand und immer wieder die Sonnenuntergänge an der
Westküste - all das macht Lanzarote so vielfältig und so sehenswert.
Erleben Sie es selbst!